Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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19 eifrig ausbildet, und nuͤtzlich anwendet. Wenn er ſeine Leidenſchaften beherrſcht und ſich von ſeinem Verſtande leiten laͤßt. Ein jeder Gute kann nicht immer vernuͤnftig ſeyn; aber es ſteht in der Macht eines jeden Vernuͤnftigen, wenn er will, eben ſo vor⸗ zuͤglich an Tugenden zu ſeyn, wie an Talenten.

Der junge Kerneguy ſtand ploͤtzlich auf und ging in der Stube auf und ab; aber ehe noch der Ritter eine Bemerkung uͤber die ſonderbare Lebhaftigkeit ma⸗ chen konnte, die ihn ergriff, hatte jener ſich ſchon wie⸗ der auf ſeinen Stuhl geſetzt und ſprach mit etwas veraͤnderter Stimme:es ſcheint alſo, Fraͤulein Ale⸗ ris, daß die guten Freunde, welche Ihnen dieſen ar⸗ men Koͤnig beſchrieben haben, ebenſo unguͤnſtig in ih⸗ rem Berichte hinſichtlich ſeiner Moralitaͤt als ſeiner Perſon geweſen ſind?

Die Wahrheit muß Ihnen wohl beſſer bekannt ſeyn, Herr, ſagte Alexis,als es bey mir der Fall ſeyn kann. Einige Geruͤchte ſind im Umlauf geweſen, welche ihn einer Ausſchweifung beſchuldigen, die, was auch die Schmeichler ſagen moͤgen, doch wenigſtens dem Sohn des Maͤrtyrers keineswegs ziemten ich wuͤrde mich gluͤcklich fuͤhlen, wenn ich ſie durch einen glaub⸗ wuͤrdigen Zeugen widerlegt faͤnde.

Ich wundere mich uͤber deine Thorheit, ſagte Sir Henry Lee,daß du ſo etwas anfuͤhrſt, Alexis; ein Stein des Anſtoſſes, erfunden von den Schurken,

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