ſtig geſehen, warum ſind Sie bei Rheinwein be⸗ truͤbt?“
„Mein theurer Louis,“ ſagte Albert, der ſich ſeines eigenen Stillſchweigens ein wenig ſchaͤmte, „jich habe ſchlecht geſchlafen, und bin noch fruͤher auf⸗ geweſen als Sie.“
„Es mag ſeyn,“ ſagte ſein Vater;„doch iſt das keine genuͤgende Entſchuldigung fuͤr Dein gaͤnz⸗ liches Stillſchweigen. Albert Du haſt nach ſo langer Trennung Deine Schweſter und mich wie Frem⸗ de begruͤßt, und biſt doch ſicher zuruͤckgekehrt und findeſt
uns wohl.“—„Zuruͤckgekehrt bin ich freilich—aber
was Sicherheit anbelangt, mein theurer Vater, ſo muß dieſes Wort den Leuten von Worceſter fuͤr ei⸗ nige Zeit fremd bleiben. Doch iſt es nicht meine ei⸗ gene Sicherheit um die ich aͤngſtlich bin“
„Und um weſſen Sicherheit ſollteſt Du dann aͤngſtlich ſeyn? Alle Berichte ſtimmen ja damit uͤber⸗ ein, daß der Koͤnig ſicher aus den Krallen des Hun⸗ des entkommen iſt.“
„Doch nicht obhne weitere Gefahr,“ fuͤgte Lud⸗ wig hinzu; denn er dachte an ſein geſtriges Zuſam⸗ mentreffen mit Bevis.
„Nein, nicht ohne einige Gefahr,“ wiederholte
der Ritter,“ aber wie der alte Will ſagte:
Solch eine Göttlichkeit umgibt den König Daß kein Verrath ſich ſeiner nahen darf.
Nein, nein, Gott ſey Dank, dafuͤr iſt geſorgt;


