Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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300 Georg Volker.

Georg hatte die Nachricht von dem an Paul voll⸗ zogenen Todesurtheil erſt gegen zehn Uhr Morgens erhalten; begreiflicherweiſe wurden dadurch die Be⸗ wohner des Grabenhofs in neue Sorge und Beſtür⸗ zung verſetzt. Nur der Eine, um deſſen Schickſal Alle zitterten, hörte den Mann, welcher ſich aus dem Dorfe hierher geſchlichen hatte, ruhig bis zu Ende an, verwies ſelbſt dem Geſinde das unnöthige Jam⸗ mern, und ging dann, als wiſſe er ſich ſelbſt völlig ſicher, mit furchtloſer Miene auf dem Hofe umher, indem er den Knechten ganz wie ſonſt ihre Arbeit anwies; ſpäter war er wohl noch eine halbe Stunde beim Fruchtmeſſen auf den Kornböden zugegen, ohne daß ihm Jemand die mindeſte Beſorgniß angeſehen hätte. Im Hofe, wo gerade ein Knecht die jüngſt gekauften braunen Ackerpferde an den Pflug ſpannte, trat er zu den Thieren heran, ſtreichelte ihre Hälſe, belobte ihr geſundes Ausſehen und ertheilte dem Knecht Winke über deren Behandlung, worauf er ſich in ſein Zimmer begab und dort wohl eine Stunde an ſeinem Arbeitstiſch verweilte. Er brachte dann einen großen Pack Briefſchaften und Papiere in die Küche herun⸗ ter, verbrannte Alles bis aufs kleinſte Blättchen ſorgfältig, bis nur noch ein Aſchenhaufen da war, den er wie zerſtreut anſah, ſo lange noch ein Funken