Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 29

brauchen wir eine andere Stund', draußen im Wald ſollſt Du Alles hören, und dann— bei dieſen Worten wurde ſeine Stimme feierlich und ein wilder Blick ſchoß aus ſeinen Augen,— dann ſollſt Du's auch wiſſen, was ich mit den vielen Kugeln will, um deretwillen Du mich für einen Republikaner hältſt!“

In dieſem Augenblicke unterbrach Annli's Erſchei⸗ nung dieſe merkwürdige Rede des Hauptmanns, und Paul ſah den Alten noch mit großen Augen ſprach⸗ los an, als die Schweſter ſchon an ſeinem Halſe hing und ihn mit zärtlichem Vorwurf fragte, ob er denn bloß für den Herrn Vetter nach Nellenburg gekommen ſei und von ihr gar keine Notiz nehmen wolle?

Der ſchöne junge Mann mit dem ſchwarzen krauswolligen Haar und dem gebräunten Teint drückte das holde Weſen ſanft an ſich, hob ihr den Kopf in die Höhe und ſagte:

„Wahrhaftig, Annli, ich hätte Dich vorhin bei⸗ nahe nicht wieder erkannt, ſo ganz anders biſt Du in den paar Wochen geworden, ſeit Du bei uns in der Stadt warſt, ja ich meine ſelbſt, größer; es fiel mir ſchon vorhin auf, als Du mir entgegen⸗ kamſt.“