Georg Volker. 27
Siehſt Du, Junge, bis dahin,— er legte den Zeigefinger an die Gurgel,— bis dahin hab' ich die Dommheit ſatt, und wenn mir ein Gewiſſer noch lange mit ſeinen polniſchen und ungariſchen Flauſen kommt und mir auf den braven Radetzk) ſchimpft, ſo red' ich einmal ein Wort mit ihm, daß er mir gewiß ſein Lebtag aus der Spur geht!“
Paul verſtand begreiflicherweiſe nur das Wenigſte von dem, was der Vetter zu ſeiner politiſchen Recht⸗ fertigung ſagte, und ebenſo wenig kannte er den feinen Unterſchied zwiſchen einem Meuterer und einem Republikaner.
Er ließ ſich jedoch nichts weiter von allen dieſen Zweifeln merken, erzählte dem Hauptmann, wie es ihm ſeither im Dienſte ergangen, brachte ihm Grüße von ſeiner Friederike, beſchrieb ihm das Glück ſeines von des Mädchens braven Eltern gebilligten Liebes⸗ verhältniſſes und wußte dem Alten ſo viel Freund⸗ liches und Erwünſchtes mitzutheilen, daß bald die letzte Spur von Unmuth in deſſen Herzen verwiſcht war und das trauliche Verhältniß von ſonſt ſich wieder zwiſchen Beiden einfand. Nur bemerkte Paul, daß ihn der Hauptmann einige Mal mit auffallend gerührtem Blicke betrachtete, dann wieder nachdenkend vor ſich hinſtarrte und unverſtändliche Worte in den


