Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 19

gleich darauf hörte er auch eine männliche Stimme, in der er alsbald die ſeines geliebten Pflegeſohnes, Paul Werle, erkannte.

„Alle Wetter, der Paul!“ rief er hocherfreut und war ſchon im Begriff ihm entgegenzueilen, als er ſich plötzlich eines Andern beſann, einen Moment ſtarr in die Kohlengluth blickte und Etwas ſehr ernſt zu überlegen ſchien, worauf er in den Bart murmelte: „Ja, ja ſo iſt's recht, ein freundliches Geſicht darf ich ihm nicht zeigen; denn er kommt ja als Feind in's Land; die alten Weiber mögen ihn abküſſen, ich aber laſſ' ihn kaltblütig anlaufen und will erſt ſehen, wie er ſich dabei verhält.“

Kaum hatte er ſich in dieſer Weiſe auf Paul's Empfang vorbereitet, als dieſer ſchon mit dem Ruf: „Lieber, theurer Herr Vetter!“ in die Stube ſtürzte.

Der Alte mußte ſich alle Gewalt anthun, um ſich nicht von ſeiner Rührung übermannen zu laſſen; den Blaſebalg in beiden Händen, ſchürte er ohne um⸗ zuſehen die Gluth haſtig an und fragte dabei in mehr als mürriſchem Tone:

„Was giebt's, Paul? Was willſt Du von mir?“

Sprachlos blieb der junge Sergeant bei dieſem ganz ungewohnten froſtigen Empfange in der Mitte der

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