Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 11 dieſe Kunde; Schrecken und Freude machten ſie der⸗ geſtalt befangen, daß ſie kaum wußte, ob ſie dem Himmel für dieſe unerwartete Wendung der Dinge danken oder das Schlimmſte davon beſorgen ſolle. Waldemar war der Einzige in ihrer Familie, dem ſie unbedingt vertraute, deſſen edles Herz und ritterlicher Sinn ihr dafür bürgten, daß er der Letzte geweſen wäre, der des Grafen tückiſchen Plänen gegen Vol⸗ ker Vorſchub geleiſtet hätte. Und doch, warum zit⸗ terte ſie gerade vor Waldemar? War es etwa die Furcht, dieſen Mann möglicherweiſe dem Freunde als Feind gegenüberſtehen zu ſehen?

Sie dankte Gott, als ſie ſich unter einem ſchick⸗ lichen Vorwande den Blicken ihrer Umgebung ent ziehen und auf ihr Zimmer eilen konnte, wo ihr bald eine ruhige Prüfung der Verhältniſſe ſagte, daß ſte, Alles in Allem genommen, die Ankunft Walde⸗ mar's als ein Werk der Vorſehung betrachten müſſe, die ihr, der Verlaſſenen und Rathloſen, in der Stunde

der höchſten Noth den trefflichſten Mann zum Ret⸗

ter ſandte, den ſie von Kindheit auf verehrt und der ſich ihr jederzeit als treuer Bruder und Freund be⸗ währt hatte.

Bald war ihr Entſchluß gefaßt, und mit ihm kehrte die alte Sicherheit in ihr Gefühl zurück; ſie