Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 225

ſam glitt ihr Blick von dem Amtmann ab auf den Boden, wo er ſtarr auf einem Punkte haften blieb.

Die Gräfin nahm nach einer kurzen peinlichen Pauſe das Wort und ſagte mit jener äußern Kälte, die ihr in Momenten der innern Erregung eigen war:

„Nun, die Sache wird ſich ja herausſtellen;; der Graf iſt kein Barbar, der einen unſchuldigen Men⸗ ſchen mir nichts, dir nichts zuſammenſchießt. Alle Welt weiß, daß er Jahre lang den Unfug der Wild⸗ und Holzfrevler in ſeinen Wäldern mit beiſpielloſer Geduld ertrug und es an Warnungen und geſetzli⸗ chen Maßregeln nicht fehlen ließ. Betrachtet man n einzelnen Fall im Zuſammenhang mit dem 2 em, ſo wird man vielleicht den Menſchen bedau⸗ ern, der durch ſeine eigne Schuld für den Frevel der übrigen Wilddiebe büßen mußte, aber uns, ſie legte einen gewiſſen Nachdruck auf dieſes Wort, uns wird Niemand der Grauſamkeit anklagen können.“

Der hagere Schreibſtuben⸗Despot beeilte ſich ſo⸗ fort, der Gräfin vollkommen beizuſtimmen, und ver⸗ breitete ſich dann mit herzloſer Gründlichkeit über den moraliſchen Einfluß, den dieſes Exempel der Strenge auf die verſtockten Gemuͤther der Bauern ausüben werde.„So einen der Unverbeſſerlichſten in's Gras

beißen zu laſſen,“ meinte er,„werde mehr fruchten 15

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