Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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14⁴ Georg Volker.

dem körnigen Frühlingsſchnee abblitzten, dampfende Nebel am Tannenwald hinwallten und die ferne Landſchaft in eine undurchdringliche Dunſtmaſſe ein⸗ hüllten, während die Wellenlinien der blauen Berge des Odenwaldes ſich ſcharf von der klaren Morgen⸗ luft abſchnitten: da war es unſerm Jüngling ſo wohl und heimiſch zu Muthe wie lange nicht; der An⸗ blick dieſer idylliſchen Natur übte einen wunderbar friedlichen Zauber auf ihn aus, und mit wahrer Luſt betrachtete er ſich das herrliche Beſitzthum des Freun⸗ des, wo Alles ihn ſo recht lebhaft an den ſchönen ruhigen Geiſt erinnerte, der ſich hier, geſchieden von der bewegten Welt, in Mitten einſamer Berge, die⸗ ſes freundliche Aſyl erwählt und der rauhen Scholle ſeiner Felder ein Daſein ungeſtörten Friedens und geſicherten Beſitzes abgerungen hatte. Die meiſten der zur Wirthſchaft gehörenden Oekonomiegebäude waren neu und maſſiv aus rothem Sandſtein aus den Brüchen des Gebirges aufgeführt; und auch bei den älteren Gebäuden ſtach das braune Gebälk ſo freundlich gegen die weißgetünchten Wände ab, daß Alles erſt eben friſch entſtanden ſchien und das Ganze einen ungemein einladenden, gaſtlichen Anblick gewährte; das Wohnhaus ſelbſt ſtand im Hinter⸗ grund des in länglichem Quadrate angelegten Hofes