Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Georg Volker.

Im Thurme ſelbſt aber blieb Alles ſtill und dunkel. Noch eine Weile harrte der junge Mann, und ſchritt dann zögernd durch den Bogengang, nicht ohne Vorſicht um ſich ſpähend. Er gelangte in einen freien, rings mit Ruinen umgebenen Raum, kletterte kurz entſchloſſen über ein niederes Mauerwerk und befand ſich nun in einem wohlangelegten geräu⸗ migen Hausgarten. Vor ſich ſah er im Mondſchein mehrere weißſchimmernde Gebäude mit einem großen geräumigen Hof, den eine Stacketenwand von dem Garten trennte. Die Thüre in derſelben ſtand offen, er trat in den Hof und ſah im obern Stockwerk eines geräumigen Wohnhauſes zwei erleuchtete Fen⸗ ſter. Ein großer Kettenhund ſchlug an, andere klei⸗ nere Hunde ſprangen auf dieſes Signal bellend auf den Fremdling los, Germanos rief, als ſei er des Ortes ganz ſicher, laut den Namen des Freundes zu den Fenſtern hinauf, gleich nachher öffnete ſich mit 3 hellem Geklingel die Hausthür, ein Mann erſchien mit einer brennenden Kerze auf der Treppe und leuchtete in den Hof hinunter; unſer verirrter Wan⸗ derer erkannte auf den erſten Blick ſeinen Volker.

Georg! lieber Georg! rief er ihm entgegen und ſtürzte in ſeine Arme. Erſt in der Umarmung. erkannte ihn Volker, und auch er fand bald in dem