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Der Tannenschütz : Weihnachts-Novelle für 1851 / von Otto Müller
Entstehung
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Ernſt wohnte der Beerdigung bei, bis der Sarg in die Grube geſenkt war und das Grab auch dieſe ſeltene Perle des Lebens in ſeine dunkle Tiefe hinab⸗ gezogen hatte, worauf er ſich leiſe, da Burkhard ſeine Rede begann, vom Friedhof entfernte, um in's Pfarx⸗ haus hinüber zu eilen.

Auguſte, die ihn ſchon geſehen hatte, flog ihm auf der Treppe entgegen; er drückte ſie an ſein Herz und ſagte:Vergib mir, Geliebte, daß ich erſt dem

todten Ammychen meine letzten Grüße in's frühe Grab

nachrief, ehe ich dir den Gruß und Kuß meiner leben⸗ digen Liebe brachte!Wo fände dieſe auch ſchöner und himmliſcher ihre Kraft und Weihe als am Grabe der todten? erwiderte ſie gerührt.Komm, du Theuerer, und laß dich dafür noch einmal umarmen. Daß du, deinem Glücke ſo nahe, der Trauer um das fremde Unglück nicht vergaßeſt, das ſoll mir unver⸗ geßlich bleiben.

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