Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Wierzehntes Rapitel.

oderich wußte bis jetzt nur, daß er das Werkzeug

in der Hand der Vorſehung geweſen war, um einen der gefährlichſten Diebe nach einem Leben voll Miſſethaten endlich dem Arme der ſtrafenden Gerechtigkeit zu überliefern; doch ahnte er nicht, wer ſich unter dem berüchtigten Namen Francois Ventron verbarg und welche Gefahr er durch die Gefangen⸗ nehmung deſſelben auf ſein eignes Haupt herabbeſchworen hatte. Auch trat jenes nächtliche Abenteuer im einſam gelegenen Gebirgsdorfe ſchnell wieder vor einem andern, ſein ganzes Denken und Fühlen ungleich näher in Anſpruch nehmen⸗ den Ereigniß in den Hintergrund zurück, wir meinen ſeine Unterredung mit dem Hoffräulein.— Denn was er hier ſah und entdeckte, machte auf ſein Herz einen Eindruck, der dem eines wirklichen Verhängniſſes Nichts an erſchüttern⸗ der Kraft und vernichtender Gewalt nachgab. Welcher Art ſein Schrecken und wie grenzenlos ſeine Beſtürzung bei die⸗ ſer wunderbaren Entdeckung war, ſahen wir in jener Scene mit Serena, und vor dieſem erſchütternden Ereigniß mußten alle anderen Empfindungen ſeiner Seele verſtummen. Dicht am Ziele ſeiner höchſten Wünſche, die er ſo lange mit ſtandhaft edler Entſagung von ſich gewieſen, bis endlich die gewonnene Einſicht von der Größe der ihm und ſeiner Liebe drohenden Gefahr ihn ſein letztes Bedenken aufzu⸗