Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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glaubwürdige Angabe über den Charakter ſeines ſo intimen Verhältniſſes zu Herrn Roderich zu machen. Weder meine nachdrücklichen Ermahnungen, noch meine Zweifel in die Wahrheit ſeiner Angabe reizten ihn, wie ich hoffte, zu einer näheren Erklärung. Da ich es nicht für gerathen hielt, der künftigen Unterſuchung gegen dieſen jedenfalls höchſt ver⸗ ſchlagenen Menſchen in irgend einer Weiſe vorzugreifen, ſo durfte ich ſo wenig auf ſeine Erſcheinung im Demannſchen Hauſe, als auf die Aeußerungen ſeiner Frau von einem mächtigen Gönner in der Reſidenz, ja nicht einmal auf ſeine damalige Begegnung mit Roderich im Walde anſpie⸗ len, um ihn dadurch möglicherweiſe zu bewegen, ſein hart⸗ näckiges Schweigen aufzugeben und mir klaren Wein ein⸗ zuſchenken.— Ich mußte mich darauf beſchränken, ihm unausgeſetzt das Abenteuerliche und Sinnloſe einer ſolchen Vorſpiegelung zu Gemüthe zu führen und ihn durch Hin⸗ weiſung auf die für ihn ſicher ſehr nachtheiligen Folgen einzuſchüchtern, wenn es jenem Herrn, woran ich nicht im mindeſten zu zweifeln mir den Anſchein gab, gelingen ſollte,

ihn der Lüge und mithin der abſichtlichen Täuſchung ſeines Richters zu überführen. Auf alle dieſe Vorhalte lächelte er nur geheimnißvoll vor ſich hin, oder verzog ſein Geſicht zu einer abſchreckenden Hohngrimaſſe und wiederholte be⸗ ſtändig die Betheuerung, daß Roderich ihn ſo gut kenne

wie er ihn; woran er dann jedesmal mit einer für mich geradezu unheimlichen Sicherheit die flehende Bitte knüpfte, ich möge doch ſeinen Freund nur ein paar Minuten zu ihm laſſen, er gelobe mir bei allen Heiligen, daß es ihm Roderich ſelbſt ewig danken werde, wenn dieſer

ihn nur anhören wolle— ſonſt ſtehe er für Nichts— denn ſein Entſchluß ſei für alle Fälle gefaßt— er

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könne Dinge zu Protokoll geben, davor die ſchwärzeſte TTinte blaß werde und der allergnädigſte Herr Landes⸗