Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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tergrab! Aber ſcheu, als ſei er der Urheber des Frevels, das die theure Stätte entweiht und den Marmor von ihr geraubt hatte, floh er da⸗ vor zurück, als er am heutigen Abend noch ein⸗ mal, zum letzten Mal, dort beten wollte, eh' er auf immer von ihr ſchied.

Wie auf den Pfaden zu unverſtandenen Ge⸗ beten war er dann nach dem Wildſtein gewan⸗ delt, hatte jedoch nicht einmal bemerkt, daß der Lärm des Feſtes auf den Wieſen verſtummt und überhaupt der ganze Wald ringsum ſo ſtumm ge⸗ worden war, als ſchaudere auch ihm vor dem Frevel am Grabe jener Emilie Monaldi, deren Gedächt⸗ niß nun zum zweiten Mal namenlos im Waldes⸗ ſchweigen untergehen ſollte. Aber auch auf das andere ſeltſame Geräuſch wie von wogenden, ſteigenden und immer näher brauſenden Waſſern unter der Erde achtete er kaum, obwohl es in der Nähe des Wildſteins ſo ſtark wurde, daß er einige Mal wie betroffen ſtill ſtuand und lau⸗ ſchend umblickte, ohne jedoch der Urſache weiter nachzudenken. Er hatte dabei nur das Gefühl, als rede zuweilen ein dunkler Prophet Troſtes⸗ worte in die Klage ſeiner weinenden Seele. So kam er an den Fuß des Wildſteins, und zwar