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zenden und ſtrahlenden Farbenbrechungen, faſt jeder Halm diamant beſetzt, die Luft ſelbſt flimmernd und glitzernd über ſo vielem und prächtigem Glanze.
Walpurg, die heute ungewöhnlich früh auf⸗ geſtanden war, ſah es Lucinden ſchon von Wei⸗ tem an, daß eine Sache von Wichtigkeit ſie zu ihr führe. Sogleich dachte ſie an Joſt und er⸗ wartete faſt ein Unglück zu vernehmen. So war es denn auch nicht zu verwundern, daß, als Jene nun wirklich ſeinen Namen ausſprach, ſie heftig er⸗ ſchrack und ihr ſogleich eingeſtand, was Lucinde wiſſen wollte, daß nämlich Joſt am vorigen Abend dageweſen ſey und ſich den ſonderbaren Wahn nicht hätte nehmen laſſen wollen, ein Grab im Walde entdeckt zu haben. Mehr ſagte Walpurg zwar nicht, aber Lucinde war ſcharf⸗ ſehend genug, zu bemerken, daß er es nicht bei dieſer einen Mittheilung gelaſſen hatte. Walpurg ihrerſeits erkannte am ganzen Weſen Lueindens, an ihrer Aufregung und den Beſorgniß, mit der ſie ſich nach Joſt erkundigte, daß ihr gleichfalls nicht unbekannt geblieben ſey, woran ſie ſelbſt kaum noch zweifeln konnte.
„Wie Joſt geſtern Abend von mir wegge⸗ kommen iſt, weiß ich nicht zu ſagen,“ erwiederte


