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Nach einer Weile hörte Sparmann, der alte Kammerdiener, die Glocke laut aus des Ge⸗ bieters Cabinet ertönen. Als er eintrat, ſtand der Graf aufrecht in der Mitte des Gemachs, einen großen geſiegelten Brief in der Hand haltend, und ſagte:
„Sparmann, der Brief muß ſogleich durch Courier an den Großherzog abgehen. Darin ſteht, was wir geſtern Abend berathen haben. Ich gebe Joſt meinen Namen, gebe Emilie Monaldi meinen Namen zurück, Du weißt's allein unter allen Menſchen, die da leben, daß ſie meine durch Prieſterwort angetraute erſte rechtmäßige Gemahlin war,— und in dieſem Briefe liegt der Trauſchein des Pfarrers von Niedberg ein⸗ geſchloſſen. Hab Acht, daß der Courier ein zuver⸗ läſſiger Mann iſt.“
„Erlauchter Graf—!“ ſtammelte der Alte verwirrt und wollte den Brief nicht annehmen.
„Da,“ verſetzte Emanuel ruhig;„nimm nur immerhin. Auch Dir, dem einzigen Menſchen, der in jener Nacht meinen Schwur hörte, mit dem ich der unglücklichen Mutter Joſt's ewige Treue gelobte, auch Dir muß ja leicht werden, wenn endlich dieſem Schwur vollkommene Ge⸗


