Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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geſtanden haben ſoll. Er beſtätigte mir dieſe Ver⸗ muthung, indem er ſagte:

Da wächſt ringsherum, wie Sie allenthal⸗ ben ſehen, im dürren Erdreich ein geringes Blüm⸗ chen, ganz unſcheinbar und armſelig, wenn man's mit andern ſtattlichen Blumen unſerer Wälder und Wieſen vergleicht. Der ganze Boden iſt da⸗ mit bedeckt, und bald, wenn's zur Herbſtzeit in die Blüthe kommt und der ſonnige Abendſchein dann ſo recht blutroth und prächtig drauf fällt, iſt die Haide über und über ein einziger Flam⸗ menglanz und ſchon tief im Walde ſieht man zwiſchen den Bäumen hindurch ihr Leuchten und Funkeln, als brenne ein ganzes Dorf, was denn die Leute von Altersher das Schwedenfeuer nen⸗ nen; obwohl es doch im Grunde bloß von der kleinen Marillisblume herrührt, wie der jünge Herr in wenig Monden ſelber ſehen kann. Hier aber, unter den drei Eichen, hat mir's oft als kleines Kind die Urahne erzählt, was die Ma⸗ rillisblume bedeutet und von wem ſich der ſanfte Name herſchreibt. Will's der Herr von einem geringen Bauer erzählt bekommen, ſo kann's ge⸗ ſchehen, denn bis die Nacht vollends hereinbricht,

ſt meine Geſchichte längſt zu Ende. Aber wahr