den ſeltſamen Bildungen ihrer weißen Moosflech⸗ ten, aus der Ferne betrachtet, den Anblick eines großen verödeten Kirchhofs bietet, wo nur hier und da eine einzelne verkrüppelte Tanne, die kaum den Namen Baum verdient, dem Auge eine Ab⸗ wechslung gewährt und ſelbſt der Heidelbeerſtrauch und der Wachholder kein rechtes Gedeihen mehr finden wollen. Die ganze Steinhaide, die im Um⸗ kreis wohl dreiviertel Stunden beträgt, iſt faſt rings von Wäldern eingeſchloſſen; ohngefähr in der Mitte erhebt ſich eine felſige Anhöhe mit drei alten gewaltigen Eichbäumen, welche errathen laſ⸗ ſen, daß einſt dieſe ganze Gegend mit Wald be⸗ deckt war. Der Anblick dieſer vereinſamten ſtatt⸗ lichen Bäume macht in der traurigen Verödung
und inmitten der übrigen armſeligen Vegetation einen doppelt erquickenden Eindruck, und oft ſchon lenkte ich meine Schritte dieſer Baumgruppe zu, in deren Schatten ich jüngſt einen Menſchen ra⸗ ſten ſah, der auf einem großen Felsſtück ſaß und mit dem Rücken wider einen Eichſtamm lehnte. Als ich näher kam, erkannte ich in ihm einen alten Bauer mit eisgrauem Haar und ehrwür⸗ digem Antlitz. Er ſah mich ruhig lächelnd, beide Hände auf ſeinen langen Stab geſtützt, den Hügel


