ter dem Scheine der uneigennützigſten Theilnahme zu allerlei delicaten Dienſten gebrauchen ließ, eheliche Zwiſte ſchlichtete, intime Familienhändel ausglich, am liebſten aber doch in eine ſchon an ſich genugſam verwickelte Geſchichte noch irgend ein neues Knötchen oder Intrigue⸗ chen einzuſchwärzen ſuchte. Unzufriedene Väter bedienten ſich ſeiner, um die Aufführung ihrer mißrathenen Söhne auf der Hochſchule oder in der Garniſon auszukund⸗ ſchaften; eiferſüchtige Ehemänner ließen durch ihn die verdächtigen Schritte ihrer Frauen bewachen; lachenden Erben zu Liebe erweichte er die Herzen kaltſinniger Ver⸗ wandten; ſtrengen Eltern, unerbittlichen Vormündern las er den Text, weil ſie ihren heirathsfähigen Töchtern und Mündeln den Mann nicht gönnen wollten, von deſſen Beſitz doch allein deren ganzes Lebensglück abhing; kurz, wo es nur immer Etwas einzufädeln, Etwas auszukund⸗ ſchaften oder zu vermitteln gab, da war Strohmetz, de „Menſchenfreund“ berufen oder unberufen der Helfer in der Noth, bis die betheiligten Perſonen meiſt zu ſpät einſahen, daß er ihnen durch ſeinen Beiſtand mehr ge⸗ ſchadet als genützt habe.
So war der Charakter des Mannes beſchaffen, der ſich eines Vormittags unter dem erſten heftigen Schnee⸗ geſtöber dieſes Winters in einem abgegriffenen grauen Filzhut, einer menſchenfreundlichen weißen Halsbinde und in einem dunkelblauen, mit mo ttenzerfr eſſe nem Aſtra⸗
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