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dem Oheim dazuſtehen und der Liebe und des Schutzes ihres einzigen Freundes und Wohlthäters für immer verluſtig zu werden, welche dem armen Mädchen auch jetzt wieder dieſe neue, noch ſchrecklichere Prüfung berei⸗ teten: Corneli und ſein würdiger Freund, Candidat Wulf, dieſe beiden zu ihrem Verderben auf's Engſte verbundene Genoſſen, von denen der Eine aus Habſucht, der Andere aus Rache und beleidigtem Stolze wegen ſeiner ſo ſchnöde zurückgewieſenen Bewerbung um Anna's Herz und Hand, ihren Ruin beſchloſſen hatten. Beide hatten, gewarnt durch den erſten mißlungenen Anſchlag, mit der Emſigkeit und Ausdauer von Menſchen, die
kein Mittel, auch das niedrigſte nicht ſchenen, um ihr
Ziel zu erreichen, die an jenem Theaterabend aufgefun⸗ dene Spur weiter verfolgt und waren mit ihrem gleich anfangs gefaßten Verdacht, daß die Spenderin des ſil⸗ bernen Lorbeerkranzes und Tante Heloiſe eine und die nämliche Perſon ſei; bis zum ſicheren Beweis gelangt; auch das weltliche Treiben im Hauſe der frommen Dame, die ihren reichen Verwandten gegenüber die Entſagung und ſchlichte Einfachheit ſo weit trieb, daß ſie nur in baumwollenen gefärbten Handſchuhen Viſite bei ihnen machte, kam bei dieſer Gelegenheit an den Tag, und durch Beſtechung und Ueberliſtung einer alten Plander⸗ taſche von Hausjungfer, gegen welche Frau Helotſe leider nicht immer die nöthige Vorſicht beobachtet hatte,


