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Dreizehntes Kapitel.
Während ſich ſo im ſtillen Kloſterhofe ein ſchönes ſeltenes Glück, gegründet auf die wahre, ihres Zieles ſich bewußte Liebe einfach und naturgemäß vorbereitete und zwei ſo recht für einander geſchaffene Herzen dem weiteren Verlauf der Dinge mit voller freudiger Zuver⸗ ſicht entgegenſehen durften, ſollte dort im Hauſe des Reichthums und der Frömmigkeit das nämliche Glück nach kurzem Beſtand eine unerwartet traurige Wen⸗ dung nehmen und die ſchöne Anna Volkhauſen zu ihrem Schrecken inne werden, welche feindliche Conſtellation gleich von Anfang an über ihrem romantiſchen Liebes⸗ verhältniß gewaltet habe. Und zwar waren es wiederum die nämlichen Menſchen mit den nämlichen niedrigen und eigenſüchtigen Motiven, die ſie ſchon einmal in Ge⸗ fahr gebracht hatten, als eine Heuchlerin entlarvt vor
H. Müller, der Kloſterhof. H. 14


