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oder übel das Gleichniß von dem wilden Oelbaum pa⸗ rirt haben. So aber blieb ihm nur ein alter verſtaub⸗ ter Vers übrig, der noch aus der guten glücklichen Zeit ſeiner eignen dichteriſchen Inſpiration ſtammte und von Weitem beſehen im Ton und Rhythmus einige Fami⸗ lienähnlichkeit mit einem lutheriſchen Kirchenlied hatte. Ja, ſagte er mit gedämpfter Stimme und räusperte ſich feierlich; Eure Hochwohlgeboren haben leider auch hierin wiederum vollkommen Recht, ebenſo wie mein Großvater ſelig, der mir den frommen Vers in's Ge⸗
ſangbuch ſchrieb:
Es koſtet viel ein Chriſt zu ſein,
Die Heiden leben billig,
Die Chriſten trinken Bier und Wein, Die Heiden trinken Millich.
Wiſſen Sie was, Herr Franke, fuhr er dann zuver⸗ ſichtlicher fort, als er im Geſicht des alten Herrn den Ausdruck einer unverkennbaren Rührung beim Anhören des ſchlichten Kirchenverſes zu bemerken glaubte.— Ihr Herr Neffe iſt nun einmal ſo; und weil er ſo iſt, darum wär' es nach meiner Meinung ſogar naturwidrig, ihn anders machen zu wollen, ganz abgeſehen von den drei marinirten Aalen, welche die Grundrechte jedem deutſchen volljährigen Staatsbürger garantiren, nämlich: liberal, egal und radical, je nachdem!— Da Sie nun partont die achthundert Thaler nicht von ihm zuric⸗


