Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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wieder einmal bei baarem Gelde bin, ſoll Onkel Cyprian ſehen, wie prompt ich in dieſem Punkt denke. Trag' alſo das Geld zu ihm, bevor mich der Hunger zwingt, mich an ſeinem rechtmäßigen Eigenthum zu vergreifen. Aber komme mir ja nicht ohne eine Quittung über den Empfang der achthundert Thaler zurück ich weiß, auch das wird Ihn von meiner Accurateſſe überzeugen! Mir ſcheint, mein Reffe Conſtantin hat Ihn mit ſehr ausgedehnten Vollmachten verſehen, ſprach Herr Cyprian gedehnt und blinzelte in ſeiner gewohnten Weiſe den angeblichen Schreiber mißtrauiſch an. Er weigert ſich das Geld wieder heimzutragen und zugleich eröffnet Er mir doch mit Beſtimmtheit die wenig angenehme Ausſicht, binnen Kurzem neues Aergerniß erleben zu müſſen. Auch ſehe ich in der ganzen Art und Weiſe, wie mein Neffe, angeblich am Rande des Abgrundes, den prompten Bezahler gegen mich ſpielt, nichts weniger als eine reelle Abſicht, vielmehr einen recht prahleriſchen Stolz, der mir eine wohlgemeinte Gutthat wie einen mulſterigen Reisſack zurückſchickt. Dieſer Conſtantin iſt und bleibt doch nach wie vor der wilde Oelbaum, von dem in der heiligen Schrift geſchrieben ſteht, daß er die Wurzel nicht trägt, ſondern die Wurzel trägt ihn. Blaſius wußte nicht recht, was er auf dieſen Vor⸗ wurf anworten ſollte; hätte er nur einen paſſenden Bi⸗ belſpruch bei der Hand gehabt, er würde damit gut