Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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wünſche. Er führte ihn daher nach dem Comptoir, wo die ſonderbare Erſcheinung kein kleines Aufſehen er⸗ regte. Blaſius, in der Meinung, er befände ſich in einer Amtsſtube, erſtaunte nicht wenig über die große Anzahl vonSchreibern, und als jetzt der junge Comptoiriſt aus dem hinteren kleinen Gemach zurück⸗ kehrte und ihn bedeutete, daß er dort Herrn Franke ſein Anliegen vorbringen möge, grüßte er jeden der Herren im Vorübergehen mit einem tiefen Bückling, was die lange Pultreihe hinab keine geringe Heiterkeit verurſachte. Jetzt kam er an die offen ſtehende Thüre und hatte den HerrnMuckeronkel in Perſon vor ſich.

Herr Chprian ſaß in ſeinem ſchwarzen Lederſtuhl am Schreibtiſch und ſah dem ihm angemeldeten Frem⸗ den mit ernſter Geſchäftsmiene und ſchon halb unge⸗

duldig mit den Blicken nach ſeinem Anliegen fragend, entgegen. Als Blaſius ſich mehrmals tief vor ihm ver⸗

beugte, wobei er inſtinktartig die ſchiefe Schulter noch ſteifer in die Höhe zog, legte Jener die Augenbrauen finſter zuſammen und ſagte faſt barſch:

Wir haben hier keine Zeit zu vielen Komplimenten, mein Freund; ſag' Er mir kurz Sein Anliegen, Schlag Ein Uhr wird das Comptoir geſchloſſen.

Hab' ich die Ehre, den Herrn Onkel mütterlicherſeits vom Herrn Doctor Conſtantin Volkhauſen vor mir zu ſehen? fragte Blaſius und machte in demſelben Moment