Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Spannung erhöht wurde, ſo daß er bald ſelbſt nicht mehr wußte, ob es mehr der hier waltende Gottesfrie⸗ den oder der Reſpekt vor dem Reichthum ſei, welcher hinter dieſen maſſiven Mauern wohnte, was ihn ſo myſteriös anſchauerte. Er hatte plötzlich das ſichere Ge⸗ fühl, ſich in eine Sphäre gewagt zu haben, von der er bis jetzt keine Ahnung gehabt. Dieſe aromatiſchen Ge⸗ rüche fremder Zonen gaben ſeiner Schwabenheimer Naſe tauſend geheimnißvolle Räthſel auf; er wußte nicht, roch er Pietismus, oder roch er Colonialhandel; aber gewiß waren's keine vaterländiſchen Odeurs, weder von Ca⸗ millen, noch von Pfälzer Tabak, noch von Schwarz⸗ wälder Kirſchgeiſt.. ach, hätt' er doch gleich einen tüchtigen Schluck von letzterem thun können, er wäre gewiß alsbald wieder vollkommen Herr der Situation geworden, ſtatt daß er mit wachſender Beklommenheit nach allen Seiten hin lauſchte, ob er nicht vielleicht das Geräuſch eines Kochlöffels aus der Küche, oder eine Stimme aus einer der Stuben hören werde.

Hier ſchlafen wohl die Leute bei Tage, oder am Ende ſind ſie gar beim Gebet, weil Alles ſo todtenſtill iſt, dachte er bei ſich; da hörte er endlich raſche Schritte, die aus einem Seitengang kamen; es war ein junger Comptoiriſt mit einer Schreibfeder hinterm Ohr; nach einigem Hin⸗ und Herreden konnte derſelbe ſoviel ver⸗ ſtehen, daß der Fremde ſeinen Prinzipal zu ſprechen

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