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ſetzlich, daß ihm ſein reicher Onkel kürzlich ſeine Schul⸗ den bezahlt habe?
Allerdings, ich hab's aus ſeinem eignen Munde, daß ihm die Geſchichte hölliſch fatal iſt, erwiderte Blaſius. Ihnen hat er's ja gleichfalls geſtanden, er hätte lieber noch einmal ſo viel Schulden, wenn er nur dieſem Manne nichts zu danken brauche.
Ich kann ihm das ſo deutlich nachfühlen, als wenn es mir ſelber paſſirt wäre, ſagte Moſer. Lieber den Buckel voll ehrlicher Schulden als eine einzige Verbind⸗ lichkeit gegen Jemand, der uns gegen unſeren Willen eine Wohlthat aufzwingt. Darum müſſen wir ihn ſo⸗ bald als möglich von dieſem Hypochonder zu erlöſen trachten.
Es iſt aber doch Jammerſchade um das viele ſchöne Geld, entgegnete Blaſius und kratzte ſich unſchlüſſig hinterm Ohre. Halb begreif' ich den Herrn Volkhauſen, halb begreif' ich ihn wiederum nicht. Honorig iſt's je⸗ denfalls von ihm, daß er's lieber mit ſeinen Manichäern zu thun haben will, als mit einem reichen hartherzigen Muckeronkel, der ihm die Wohlthat wie einen abgenag⸗ ten Knochen an den Kopf wirft. Wenn ich aber dage⸗ gen bedenke, daß Schulden, die einmal bezahlt ſind, ei⸗ gentlich gar keine Schulden mehr ſind, oder noch richtiger, eigentlich ein reines Nichts, etwas, das gar nicht weiter exiſtirt, als wozu wir's in unſerer Einbildung machen,
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