Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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zu ſprechen und Alle ſtimmten ihm bei. Hier und da brachte Einer eine andere Frage in Anregung; aber was ſonſt Stoff zu lebhafter und eingehender Unterhaltung geboten hätte, gieng heute faſt ſpurlos vorüber, bald leerte Einer nach dem Andern ſchweigend ſein Glas und ſchlich von dannen. Schon gegen zehn Uhr waren nur noch die gewöhnlichen Nachzügler beiſammen. Man trank, wie Doctor Dieſer bemerkte, nur mit halber Kehle, Erlkönigs ſonſt ſo helles Phantaſusauge war von düſte⸗ ren Nebeln verſchleiert.

Wir wollen aber doch zuſammen bleiben, ſagte Tie⸗ demann; und Bardenfleth, der ſtets zu guten Werken der Liebe und des Troſtes bereite ließ Cham⸗ pagner kommen.

Denn noch lebt ja der alte Gott, ſagte er mit er⸗ zwungenem Frohſinn; und wäre Conſtantin jetzt in un⸗ ſerer Mitte, ſo wollte ich gar nicht mehr an den ver⸗ wünſchten Handel denken! Nun, Freund Ludwig, Du auf Roſen gebetteter Liebling der Himmliſchen, erheitere Dein Gemüth und laß uns anſtoßen auf's Wohl Deiner geiſtvollen Braut! Zwar entführſt Du uns bald unſer ſchönſtes Kleinod, Niemand wird mehr meine Verſe im Tagblatt leſen, Niemand mir mehr im Cotillon den Blumenſtrauß überreichen, aber doch ſoll Dir darum nicht gegrollt ſein, ich ſchicke Euch künftig jede Num⸗