nicht über einen Menſchen ſo köſtlich amüſirt, als über den närriſchen kurzſtämmigen Geſellen in der braunle⸗ dernen Unterhoſe mit dem dicken Seifenſchaum im Ge⸗ ſicht und ſeinen ſteifen Komplimenten.—
Vom Kloſterhof ging Ludwig, weil er es den Freun⸗ den feſt zugeſagt hatte, nach dem gewöhnlichen Verſamm⸗ lungslocal. Zwar waren heute alle Plätze beſetzt und es fehlte außer Volkhauſen keiner der Genoſſen, den⸗ noch herrſchte nicht die ſonſtige fröhliche Stimmung im Erlkönigsclub, vielmehr drückte ſich auf allen Geſichtern eine tiefſchmerzliche Bewegung und Niedergeſchlagenheit aus. Natürlich bildete die Geſchichte mit Conſtantin das alleinige Thema des Geſprächs; denn die Sache war bereits ſtadtkundig geworden und wenn auch kein Einziger der Anweſenden ein verdammendes Urtheil ſprach, vielmehr Alle ihr tiefes Mitleid mit dem Freunde äußerten, ſo wagte doch Keiner ein Wort zur Verthei⸗
digung deſſen zu ſprechen, der doch ſo lange die Seele
der ganzen Geſellſchaft geweſen war. Von allen Sei⸗ ten beſtürmte man Moſer mit Fragen; Jeder wollte wiſſen, ob Conſtantin bereits von dem gegen ihn gerich⸗ teten Angriff Kunde erhalten habe; Ludwig erzählte Alles, was er von dem Freunde wußte und lautlos lauſchte man ſeinen Worten. Nachdem er geendet hatte, machte Bardenfleth mit gedämpfter Stimme den Vorſchlag, ietzt kein Wort mehr über dieſe traurige Angelegenheit
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