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dem Lüge und Falſchheit ſo ſehr in den Tod zuwider geweſen wären, wie ihm.
Ludwig zuckte ſchmerzlich bewegt die Achſel, als ſie ihn hierauf dringend fragte, ob er nicht auch glaube, daß Conſtantin von ihr noch am erſten einen guten und verſtändigen Rath annehmen werde?
Ich fürchte, er hat die Linie ſeines Verhängniſſes bercits überſchritten, ſagte er.— Aber auch ſo, wie ſchön
ich auch Deinen Entſchluß finde, würde ihn gerade Deine liebreiche Theilnahme vollends zu Boden werfen. Laß uns vor Allem abwarten, wie er ſich überhaupt bei der Sache benimmt, er iſt in ſeiner jetzigen Gemüthsverfaſ⸗ ſung ein ganz unberechenbarer Menſch; möglich, daß ein Aeußerſtes ihn wieder zur Beſinnung bringt und ihn lenkſamer macht.
O meine arme Anna, wie ſorge ich nun erſt um dich! klagte Eliſabeth weinend.— Schon ſeit mehreren Ta⸗ gen iſt Conſtantin ihr einziger Gedanke, wachend und träumend beſchäftigt ſie ſich nur mit dem Bruder. Auch ſie hat die größte Sehnſucht, ihn zu ſehen; aber ohne den Arzt, ohne den Onkel dürf, wir es keinenfalls wagen. ⸗
Iſt's nicht eine Tragödie im großen Stile, dieſes Geſchwiſterſchickſal! rief Ludwig erſchüttert.— Halt' feſt,
bleib' ſtark, mein Liebchen, ich fürchte, der letzte Akt ſteht noch bevor!


