Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ben und darum auch nicht an der Wiſſenſchaft, nicht an ihren reinen und höchſten Zielen und Ihr werdet der Wahrheit noch näher kommen! entgegnete Doctor Die⸗ ſer mit ſchmerzlicher Bewegung.— Woher ſollte denn auch dieſer edle Geiſt, deſſen beſte Jugend unter dem dum⸗ pfen Druck des Muckerthums und einer goldverblödeten Familientyrannei verkümmerte, jene Zuverſicht und Frei⸗ heit der Lebensanſchauung gewonnen haben, die allein ein wahres geiſtiges Schaffen fördert, ja möglich macht?— Ach, Kinder, jetzt will ich's Euch nur ſagen, der Schrecken liegt mir noch immer bleiſchwer in den⸗ Gliedern; denn ich kann nicht leugnen, jener unbarmherzige Kritikus geht unſerm armen Pythagoras direkt an's Leben, ſeine Gegenbeweiſe ſind geradezu vernichtend. Wenn er am Ende doch Recht hätte!

unmöglich! riefen die Freunde wie aus einem Munde, aber die Beſtürzung in Aller Miene zeugte mehr als

dieſer einſtimmige Widerſpruch, daß Jeder im Stillen Aehnliches fürchte.

Das Einzige, was mir in dieſem Falle denkbar iſt, ſagte Bardenfleth, wäre die Möglichkeit, daß Conſtantin ſich ſelber über die Aechtheit ſeiner alten Handſchrift getäuſcht hätte. Denn fabricirt— wie man ja auch von Banknotenfälſchern zu ſagen pflegt— ſelber fabri⸗ eirt kann er ſie doch unmöglich haben. Dazu ſtehen