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zu ſein ſchien, Dein Glück zu verſtehen, ſo biſt Du jetzt noch weniger zu einer für mich ſo verhängnißvollen Mittheilung von meiner Seite geſtimmt und ich ver⸗ denke Dir das auch gewiß nicht, alſo— ſtill davon!
Aber Ludwig ließ mit Bitten und Drängen nicht nach, bis Conſtantin ſich zuletzt halb gezwungen, halb freiwillig entſchloß, die ſchwere Sorge ſeines Herzens dem Freunde anzuvertrauen, jedoch unter der einzigen Vorausbedingung, daß dieſer ihn in Allem gewähren laſſen müſſe.
Denn hier, fügte er mit feſter Stimme und düſter blitzendem Auge hinzu, ſtelle ich meinen Mann ohne fremden Rath noch Beiſtand, und wer ſich hineinmengt, den erkläre ich für meinen Feind, mit dem mich in dieſem Leben keine Macht der Welt wieder ausſöhnt!—
Wir ahnen, was Conſtantin, nachdem ihm Ludwig feierlich gelobt hatte, nie ohne ſein Wiſſen und ſeinen Willen in dieſer Sache Etwas zu unternehmen, dem Freunde mittheilte: Anna's Verhältniß zu dem Sänger Hohenbaum, das ſie dem Bruder erſt jetzt entdeckt hatte. Als er aber die Beſtürzung ſah, in die Ludwig bei dieſer unerwarteten Nachricht gerieth, hielt er plötzlich 3 inne, die Narbe auf ſeiner Wange färbte ſich dunkel und er fragte heftig:
Nun was iſt Dir daran bedenklich? Theilſt auch


