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9 Dazu das verwünſchte viele Kneipen in den letzten Näch⸗ ten und der heilloſe Stadtklatſch in Folge der Ball⸗ affaire— ach, Du glaubſt nicht, Freund, wie der Brand⸗
geruch dieſer wüſten See, Leben genannt, mir wieder einmal
auf die Nerven gefallen iſt!— Aber von Deinem G Glück, Deiner Liebe wollen wir jetzt reden, brachte er kaum hörbar, mit gepreßter Stimme hervor;— ja, das ver⸗ ſteht ſich von ſelbſt— Euch Beiden muß geholfen wer⸗ den— ſchnell— heute noch— Ihr ſeid einander w werth — wer Euch wieder trennen will, iſt ein Narr, ein Teufel — ach, ich kann mir wohl einen Tag denken, an dem Euere Vereinigung mich mit Allem aus sſöhnt, was der alte Gott da oben, und das neue Jeruſalem da unten mir an Pech und Nochmal— Pech aufoetroyirt haben! Und nun zur Tagesordnung, ſpricht Präſidium.— Wer iſt Strohmetz? Narr oder Teufel?
Der raſche Uebergang aus der ſchwer verhaltenen heftigen Leidenſchuſt dieſer wahren herzlichen Theil⸗ nahme, dazu der von einem tiefinneren Zerwürfniß zeu⸗ gende gallenbittere Humor waren Urſache, daß Ludwig nicht ohne Beſorgniß vor dieſer ercentriſchen Stimmung des Freundes ſeine Mittheilung der Ereigniſſe begann, die ihm Eliſabeth's Brief gemeldet hatte, woran er dann ſeine eignen Muthmaßungen über die ihm ſelber noch immer unerklärliche Erſcheinung jener verrufenen Perſönlichkeit knüpfte. In die dunkelſte Ecke des Di⸗


