Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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andere Name aus alter Zeit würde ihn in ſeiner gegen⸗ wärtigen Situation minder unängenehm überraſcht ha⸗ ben, als der des ihm wohlbekannten berüchtigten Win⸗ keladvokaten aus Schwabenheim, dieſes verlogenen Sub⸗ jektes, dem ſeit mehreren Decennien die Schwelle von Ludwig's Vaterhaus verboten war, weil ihn ſchon deſſen Eltern als einen Menſchen von zweideutiger Geſinnung hatten kennen lernen, und dem unſer Freund einſt ſelber bei einer öffentlichen Gelegenheit die Maske der Men⸗ ſchenfreundlichkeit ſo unerbittlich vom Geſicht gezogen hatte, daß Strohmetz, ohne jemals offen feindlich gegen ihn aufzutreten, ſeitdem zu ſeinen geheimen erbittertſten Gegnern gehörte. Wollte Ludwig daher jetzt ſeinen

Augen trauen, ſo war allerdings dieſer Mann unter

allen ihm bekannten Perſonen der geeignetſte Charakter, um ihm dieſen feigen tückiſchen Streich zu ſpielen, zu⸗ mal in der Fremde und ohne eine Wiedervergeltung fürchten zu brauchen. Der Umſtand, daß Strohmetz in der That die in der ſüddeutſchen Heimath unter dem Land⸗ volk herrſchende Auswanderungsluſt allen ſtrengen Geſetzen zum Trotze, zu ſeinem Intereſſe ausbeutete und für einen der gefährlichſten Schwindler und Winkelagenten galt, trug nicht wenig dazu bei, ſeine Anweſenheit in der Seeſtadt zu erkltenz aber auf welche Weiſe er in das nahe Verhältniß ig's zum Kloſterhof, ja ſogar in das Geheimniß ſeiner ſtillverſchwiegenen Liebe einge⸗