ſtalt, deren höchſter Stolz er geweſen, alle Mitglieder der Freimaurerloge, in welcher er das Amt eines Red⸗ ners verſehen hatte, begleiteten ihn zu ſeiner letzten Ruheſtätte. Der Herzog bezahlte großmüthig aus ſeiner Privatkaſſe die Koſten des Leichenbegängniſſes, auf der ſchwarzbehangenen Bühne ſelbſt aber ward auf ſeinen Befehl Tags darauf eine Trauerfeierlichkeit veranſtaltet, bei der das ganze Theaterperſonal in Trauerkleidern ver⸗ ſammelt war. Der Schauſpieler Böck hielt nach einer von dem Kapellmeiſter Schweizer zu dieſem Zwecke eigens componirten Trauermuſik die Gedächtnißrede: „um das öffentliche feierliche Zeugniß abzulegen, daß Niemand ſtärker empfinde als wir, was die Kunſt, was dieſe Bühne, was die ganze Bühne Deutſchlands an Ihm verloren habe.“
Seine geiſteskranke Frau überlebte ihn faſt um zwölf Jahre, ihr Leiden war zuletzt in gänzlichen Wahn⸗ ſinn ausgeartet, ſie ſtarb zu Gotha im Anfang der neun⸗ ziger Jahre—„arm und elend.“
Von Allen, welche Ekhof durch Bande der Familie im Leben nahe geſtanden, war ſein ungerathenes Pfle⸗ gekind Betty Steinbrecher die Einzige, welche, wie man im Theator⸗Jargon zu ſagen pflegt, eine brillante Car⸗ riere machte.“ Wenigſtens haben die Dornen, die ihr


