Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Morde nur blaſſe vergeiſterte Züge, und neben der Rede feſſelte zugleich der unheimliche Anblick des weh⸗ klagenden Königsſchattens alle Blicke dergeſtalt, daß Niemand mehr daran dachte, er ſei im Schauſpielhauſe, ſondern Jeder Derjenige zu ſein wähnte, den der todte König anrede.

Den Höhepunkt ſeiner erſchütternden Wirkung auf die Herzen der Zuhörer erreichte jedoch der Künſtler gegen den Schluß ſeiner Erzählung hin, wo der Geiſt den Sohn faſt flehend ermahnt, Nichts gegen die Mut⸗ ter zu unternehmen. Bei den Worten:

Ueberlaß' ſie Dem Himmel und den Dornen, die im Buſen ihr wohnen!

war es den Anweſenden, als hörten ſie ſtatt des jam⸗ mernden Königs die liebreiche verſöhnende Stimme des unglücklichen, von ſeinem eignen Kinde verrathenen Vaters ja gewiß, dieſe Worte galten ihr, die ihn heute verlaſſen der Undankbaren, die ihm das Herz gebrochen; und auf Einmal trat das Mitgefühl der Zu⸗ ſchauer mit dem trefflichen Menſchen an die Stelle der Theilnahme für den unglücklichen Geiſt; viele ſeiner Freunde konnten ihr Schluchzen nicht länger mehr un⸗

terdrücken, Ekhof ſelber ſchien einen Augenblick dem