werde, machte unter dieſen Umſtänden kaum noch einen Eindruck auf das Publikum.
Schlag ſechs Uhr trat der Hof ein, der Herzog mit ſeinem berühmten Gaſte, der Prinz mit der Herzogin am Arme.
Die Mara trug diesmal einen großen grünen Schild vor den Augen, ſo daß man nur den unteren Theil ihres blaſſen Geſichtes ſehen konnte, was in dieſer glän⸗ zenden Umgebung einen ganz eigenthümlichen Eindruck machte. Ja, Mancher mußte unwillkührlich ihre leidende Erſcheinung, wie ſie da vorgebeugten Hauptes zwiſchen dem Fürſten und der Fürſtin ſaß, mit derjenigen des alten Ekhof vergleichen; als wenn auch hier ſich wieder die alte Erfahrzng ſo recht ſichtbar beſtätigen ſolle, daß es ſelbſt in den höchſten Sphären des Lebens, dort wo die Genien der Kunſt und Poeſie die Stirnen ihrer Lieblinge mitunverwelklichen Kränzen ſchmücken, noch her⸗ bes Erdenweh, bittere Noth genug zu koſten gibt und kein noch ſo glänzender Ruhm den Sterblichen vor dem Allen gemeinſamen Looſe irdiſcher Unvollkommenheit ſchützt.
Eine halbe Minute nach dem Eintritt des Hofes in die Loge ertönte die wohlbekannte Klingel und der Vor⸗ hang ging in die Höhe.
Aber als hätte das Publikum am heutigen Abend


