Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Hauſe heimgeſucht hatte.— Was wird er in ſolcher Gemüthsverfaſſung zu leiſten im Stande ſein? Wie wird er diesmal ausſehen? Welche Thränen wird er weinen, welchen Jammer über den beiſpielloſen Ver⸗ rath und Undank der ihm im Leben am Nächſten wird er ausſtoßen?— Dieſe und ähnliche Fragen verſetzten überall die Gemüther in eine ſo große Spannung, wie ſie das gewaltige Stück kaum ſelbſt hätte hervorrufen fönnen. Es war die Tragödie des Lebens, die man heute als Zugabe zu derjenigen der Dichtung zu ſehen erwartete; der große Künſtler erſchien zugleich auch als der leidende ſchwer heimgeſuchte Menſch, an deſſen Schickſal Alle den innigſten Antheil nahmen, und Nie⸗ mand im Parterre, Niemand in den Logen, aber auch Niemand hinter den Couliſſen dachte und ſprach von etwas Anderem, als von dieſem neuen Mißgeſchick des greiſen Ekhof; ja, in vielen Herzen der ihm zunächſt Befreundeten regte ſich ſogar die geheime Sorge vor einer neuen, unausbleiblichen Kataſtrophe.— So übte die furchtbare Geiſtererſcheinung des gemordeten Königs ſchon zum Voraus in der Phantaſie der Menſchen ihre ſchauerliche Wirkung aus, und ſelbſt die Nachricht, daß auch die Mara heute in der herzoglichen Loge erſcheinen