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deten Kreiſen der Geſellſchaft, ja unter den Gelehrten ſelbſt Geltung und Achtung verſchafft habe.
„Die Meiſten ſehen nur den großen Künſtler in ihm,“ fuhr er in ſteigender Wärme des Gefühles fort; „aber die Wenigſten, und zu allerletzt die eignen Kunſt⸗ genoſſen denken daran, daß er es uns zum Erſtenmal an ſeiner Perſon deutlich gemacht hat, wie es auch noch eine Kunſt in der Kunſt gibt, die das Menſchenleben in einer reinen Seele wiederſpiegelt. Wenn uns Ekhof das Laſter ſchildert, ſo erſchüttert er uns nicht blos durch ſein unübertreffliches Spiel; mehr noch als dieſes ergreift uns die Ueberzengung, daß wir zugleich einen durchaus reinen, redlichen Charakter vor uns haben, der dieſe häßlichen Züge der Natur blos abgelauſcht hat, um ſeine Zuſchauer vor der Sünde zu warnen. Und wenn er erſt gar die Tugend darſtellt, dann empfin⸗ den wir doppelt die Zaubergewalt ſeines Spieles, weil wir wiſſen, daß es zugleich die Tugend ſelber iſt, die aus ſeinem Munde redet, aus ſeinen Augen weint, aus ſeinem Herzen in die ſeiner Zuhörer überſtrömt. Er braucht ſie nicht mit fremden, wenn auch noch ſo ſchönen Farben zu malen, er ſpielt ſich ſelber und der Menſch⸗ lichſte der Menſchen iſt er zugleich auch der größte Künſtler. Aber was will das Alles heißen, gegen das


