Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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häufig mit dem alten ſchiefgewachſenen Impreſario in den Promenaden und Alleen luſtwandelnd angetroffen wurde. Man lächelte blos über die„Eroberung“ und keine ihrer Freundinnen beneidete ſie darum.

Am Morgen des Tages, an deſſen Abend die zweite Wiederholung des Hamlet ſtattfinden ſollte, fühlte ſich Ekhof nach einer, unter ſtarken Beängſtigungen meiſt ſchlaflos verbrachten Nacht ſo angegriffen, daß er nicht glaubte, am Abend auftreten und die Rolle des Geiſtes leiſten zu können.— Erſt nachdem er eine doppelt ſo große Doſis Chinapulver, als ihm der Arzt für ſolche Fälle verordnet hatte, zu ſich genommen, wurde das Fieber ſchwächer und der erſchöpfte Organismus belebte ſich wieder. Mit ſeiner gewohnten Munterkeit empfing er ſogar gegen zehn Uhr den Beſuch ſeines Freundes To⸗ bias, welcher in die Stadt gekommen war, um gleichfalls der Vorſtellung des Hamlet beizuwohnen.— Die guten Nachrichten, die ihm dieſer von der geliebten Gattin überbrachte, erhöhten noch das Gefühl von Selbſtver⸗ trauen in ſeine Kräfte, wiewohl der würdige Paſtor ſein Ausſehen ſo verändert fand, daß er ihn dringend bat, zuvor die Meinung des Arztes zu hören. Ekhof ſchlug ihm jedoch den wohlgemeinten Vorſchlag mit der ſcherzhaften Bemerkung rundweg ab, zur Rolle eines