nehmendem Alter immer eigenſinniger und einſei⸗ tiger und ſtehe, ohne es wiſſen, unter dem Ein⸗ fluß ſeiner Schüler, die ſeine Gutmüthigkeit mißbrauch⸗ ten und ihn gegen ſeine alten Freunde einzunehmen
trachteten.—
Was aber der ehrgeizigen Dame bei den jungen Künſtlern nicht gelungen war, ſie nämlich in daſſelbe Abhängigkeitsverhältniß zu bringen, wie die übrigen Theatermitglieder, das beſchloß ſie nun um ſo eifriger bei der ſchönen Betty Steinbrecher zu betreiben; ja, das Fehlſchlagen ihrer Hoffnung reizte ſie ſogar, den ehrlichen Ekhof für ſeinen vermeintlichen Eigenſinn an dieſer verwundbarſten Seite ſeines Herzens zu ſtrafen und mit allen Mitteln, die ihr ihre angeſehene Stellung, ihr Reichthum und beſonders ihr großer Einfluß auf das Herz des ehrgeizigen unerfahrenen Mädchens ge⸗ währte, Betty von dem Pflegevater loszureißen und es durchzuſetzen, daß ſie ſich zur Sängerin für die Oper
ausbilden dürfe.
So kam es, daß um die nämliche Zeit, da Ekhof jede freie Stunde der Ausbildung ſeiner talentvollen Schüler widmete und die Vervollkommnung in ihrer ſchwierigen Kunſt mit einem Eifer, einer Unverdroſſen⸗


