Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Reverenz; Ihr werdet in ihrem Hauſe ſo viele und wichtige Studien machen können, wie es in der vorneh⸗ men Geſellſchaft hergeht, wie man zierlich den Fuß vor⸗ ſetzt und ſich nach Tiſche mit der Serviette den Mund abwiſcht, daß Ihr aus dieſen tauſend und abertauſend Kleinigkeiten, an ſich ſo unſcheinbar und leicht, bald das ganze Zeug ſammt Unterfutter zu einem vollkommenen Ariſtokraten à la mode gewinnen ſollt.“

„Wenn unſer trefflicher Meiſter nur dies eine Mal Unrecht hätte!“ ſagte Iffland zu den Freunden.„ Aber er trifft den Ragel auf den Kopf, wo er auch ſtecken mag, im faulen wie im grünen Holze.“

Hierdurch ermuthigt, begaben ſich eines Vormittags die drei Kunſtjünger geſchniegelt und geſtriegelt daran, die Caux de mille fleurs ihrer Bewunderung im Staats⸗ zimmer der Geheimeräthin duften zu laſſen.— Leider ver⸗ ſchweigt uns jedoch die Geſchichte den zweifelsohne brillanten Succeß ihrer erſten Viſite bei der Muſe von Gotha, die gewiß, wie wir ſie kennen lernten, über dieſe anſehnliche Vermehrung ihres äſthetiſchen Hofſtaates nicht wenig entzückt war und es gerne verzieh, daß man ſie zuvor wochenlang aus„angeborener Blödigkeit“

ignorirt hatte. Auch traf ſchon wenige Tage ſpäter Alles ſo ein,