Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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holden jungen Freunde genau genug zu kennen ſchien, nicht ſo ganz Unrecht haben. Aber ſelbſt als die empfind⸗ ſame Geheimeräthin endlich einwilligte, ein Feſt nach rein bürgerlichem, materiellem Zuſchnitt zu Ehren der drei Künſtler zu veranſtalten, und ſogar mit einém mit⸗ leidigen Achſelzucken ſich darin ergab, keine einzige Guir⸗ lande anzubringen, ſelbſt da blieben noch immer ſchwere Zweifel und Bedenken genug im ahnungsvollen Herzen Weſternhagen's zurück, der Abſtand zwiſchen dem ſubli⸗ men Geſchmack ſeiner Gönnerin und dem der jungen, lebensluſtigen Künſtler möchte noch größer werden, wenn Letztere ſich erſt verſucht fühlen würden, ihre bos⸗ hafte Jronie und Satire an der Zierde der empfindſa⸗ men deutſchen Frauenwelt und ihrer äſthetiſchen Tafel⸗ runde auszulaſſen. Ein ſchwacher Troſt blieb ihm zu⸗ letzt nur der imponirende Eindruck, den die treffliche Küche und der vorzügliche Weinkeller der Geheimeräthin auf die lebensluſtigen Jünglinge machen werde; denn ſelbſt die Titanen, ſo ſagte er ſich, hätten wohl niemals den Olymp zu ſtürmen verſucht, wenn nicht der Götter goldne Tiſche und der verführeriſche Duft von Nektar und Ambroſia ſie dazu gereizt hätte.—

So ſollten denn unſere jungen Freunde früher als ihnen und ihrem würdigen Meiſter lieb war, den Ge⸗