Endlich ſchien ihm das Schickſal im Jahre 1771 für die noch übrige Zeit ſeines Lebens eine bleibende Stätte gönnen zu wollen, eine„glückſelige Ruheinſel im wild⸗ bewegten Meere ſeiner Tage.“ Die kunſtſinnige Her⸗ zogin Anna Amalia berief ihn ſammt ſeiner berühmten Wandertruppe von Hannover nach Weimar, in der Abſicht, daſelbſt eine ſtehende Bühne zu gründen. Aber kaum war dieſelbe eingerichtet, ſo brannte das Theater ſammt dem Schloſſe nieder, und wieder wäre der alternde Ekhof allen widrigen Zufällen einer unſicheren Exiſtenz preisgegeben geweſen, hätte nicht Herzog Ernſt der Zweite von Gotha, dieſer„treffliche Kenner alles Schönen und Merkwürdigen,“ wie ihn Göthe nennt, um jene Zeit den Plan gefaßt, aus eignen fürſtlichen Mitteln ein Hoftheater zu errichten und ſo der verlaſ⸗ ſenen deutſchen Muſe in ſeiner Reſidenz ein neues Aſyl zu gründen. Unter Ekhof's Leitung erhob ſich die junge Anſtalt bald zu einer in Deutſchland vorher noch nicht erreichten Kunſtſtufe und ſelbſt das gerade damals aufblühende herrliche Geiſtesleben im nahen Weimar konnte dieſelbe nicht verdunkeln.
„Und nun munter auf die Socken, meine Lieben, auf daß es immer noch beſſer werde!“ ſchloß Ekhof ſeine Erzählung.„Von Lehrer und Schülern ſoll bei


