ſamen Liede, denn es waren drei verzauberte Prinzen, um die wunderherrliche Prinzeſſin im Oſten zu freien und zu minnen, die einem Jeden von ihnen der gleiche Traum gezeigt hatte. Einer ſang faſt noch ſchöner und entzückender als der Andere, und zuletzt gewannen ſie alle Drei den nämlichen hohen Preis; denn Jeder hatte im Traume die Schweſter der Andern geſchaut und führte ſie nun heim als Königin ſeines Herzens. So haltet's nun gleichfalls, meine Söhne, und über ein Weilchen fragt nicht mehr, was aus der alten Palme geworden ſei, die Euch in Eueren jungen Tagen ver⸗ einigt hat.“
„In unſeren Herzen, unſerer dankbaren Liebe, in unſerer Kunſt wird ſie ewig fortgrünen!“ riefen die drei Jünglinge, des Meiſters Hände ergreifend, der ſie um⸗ armte und dann froh bewegt fortfuhr:
„Glaub's gerne, meine Söhne; denn auch mein ſchöner Wunſch iſt nun erfüllt, am Abend meines Le⸗ bens und bevor ich von hinnen ſcheiden muß, einige
Jünglinge von Eurem Streben um mich verſammelt
zu ſehen, die Dasjenige in der Kunſt weiter ausführen und erreichen möchten, was ich als das wahre innere WVeſen derſelben erkannt habe, auch wenn es mir oft an der nöthigen Kraft und dem glücklichen freien Lebens⸗


