er laſſe ſich weder mit Grafen noch mit Prinzen länger hinhalten, ſondern verlange endlich ſein rückſtändiges Salair; die alten und jungen Frauenzimmer dagegen ſchreien begierig durcheinander:„Ein Graf! Ein Graf! Iſt er hübſch? Iſt er reich? Iſt er galant?“— Da geht in des Prinzipals pockennarbigem Geſicht plötzlich Etwas vor, was halb wie Schlagfluß, halb wie Toll⸗ heit ausſieht, das Roth tritt ihm in's Weiße des Auges, er taumelt auf den nächſten Stuhl, rollt fürchterlich die Augen und ſtößt einen dumpfen Ton der Wuth aus, davor der Stier von Uri ſelber Reißaus nehmen würde. Kein Zweifel, man hat ihn myſtificirt——“ „Und Beil heißt der Kujohn!“ fiel ihm Iffland mit der Stimme Speich's lachend in's Wort, ſetzte dem muth⸗ willigen Improviſator raſch den Hut auf und erinnerte ihn daran, daß Ekhof ſie ſchon länger als eine halbe Stunde erwarte, er, der Pünktlichkeit und Ordnung für das oberſte Geſetz auch im Leben des Künſtlers erklärt habe. Dennoch war ihre Aufnahme im Directionszimmer eine ungemein herzliche; Ekhof kam ihnen mit der Freudebotſchaft entgegen, daß der Herzog ihre Anfnahme unter die Zahl der Mitglieder ſeiner Hofbühne geneh⸗ migt habe, worauf man ſogleich zur Wahl der Rollen ſchritt, in welchen Beide zum erſten Mal auftreten ſollten.
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