Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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wißheit, einen guten Menſchen zu beſitzen, dem wir rückhaltlos unſer Inneres aufſchließen dürfen.

Laß' uns Freunde bleiben für's ganze Leben! rief Iffland begeiſtert und füllte die Gläſer bis zum Rande.Zwar, was ich Dir ſein kann, muß erſt die Zeit lehren; Du aber, Beil, das fühl ich ſchon jetzt, wirſt mir durch Deine reichen Erfahrungen, Deine Welt⸗ und Menſchenkenntniß den Mangel an einer eignen bewegten Jugend erſetzen, ſo daß ich in Deinen trüben und heiteren Erinnerungen nachholen kann, was mir ſeither verſagt geblieben iſt.

Es gilt! rief der ehemalige Wandercomödiant in. jenem guten Humore, der ſich ſo gerne bei lebhaft erreg⸗ ten Jünglingsnaturen der Weichherzigkeit und ſanften Em⸗ pfindung zugeſellt.Ich habe jedenfalls ſo viel bitteres Schickſalsſalz geſchmeckt, daß ich dem unſchuldigen Mut⸗ terſöhnchen recht gut eine Portion davon ablaſſen kann!

Eine herzliche Umarmung, ein feuriger Bruderkuß beſiegelte dieſen Bund ihrer begeiſterten Herzen; dann erhoben ſie die Gläſer, und als hätte es Jedem der nämliche innere Sinn geſagt, was allein dieſer Stunde erſt die rechte Weihe und Bedeutung für's Leben ver⸗ leihen könne, riefen ſie Beide gleichzeitig:

Vater Ekhof, unſer herrlicher Meiſter ſoll leben!