Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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In Schweiß gebadet wachte er auf; der angſtvolle Traum verſchwand zwar alsbald aus ſeinem Gedächt⸗ niß, aber dafür geſtalteten ſich die Dinge der Wirklich⸗ keit faſt noch verworrener vor ſeiner Einbildungskraft. Die Erinnerung an den geſtrigen Abend, der räthſel⸗ hafte Auftritt mit den Stammgäſten, dann die Scene zwiſchen ihm und dem Kapitän von Stölzel: das Alles ſtellte ſich ihm, ſowie er nur die Augen öffnete, wieder lebhaft vor die Seele und verſetzte ihn in eine ſo ge⸗ preßte, muthloſe Stimmung, daß erſich lange zu keinem ſicheren Entſchluß ermannen konnte. Sollte doch der heutige Tag über das Glück und Weh ſeines ganzen Lebens entſcheiden, und nun dieſer Anfang!— Denn ſo hell auch die Frühlingsſonne in die große Stube fiel, für den dunklen Zweifel, der ihn folterte, gab es noch immer kein Licht, die ſchwarze Sorge ſtand vielmehr mitten im allerhellſten Sonnenſchein; am Liebſten hätte er ſich daher gleich die Bettdecke noch einmal über den ſchweren dumpfen Kopf gezogen, um wieder einzuſchlafen und dieſes lähmende Gefühl ſeiner räthſelhaften Schuld mit der Angſt eines böſen Traumes zu vertauſchen.

Vergebens hatte er noch am geſtrigen Abend den Wirth beſchworen, ihm zu ſagen, wodurch er den ihm unbekannten Herrn Konrad ſo ſchrecklich beleidigt habe,