durch weitere Fragen den Verdacht der In⸗ discretion auf ſich ziehen konnte. Denn er bemerkte, daß jedesmal die Unterhaltung ſtockte, ſo oft auf Ekhof's häusliches Leben die Rede kam, wobei die Anweſenden unter einander bedeutungsvolle Blicke wechſelten, als wenn man in Gegenwart eines Fremden über dieſen delikaten Punkt ſo wenig wie möglich ſprechen dürfe. So ſehr ihm auch dieſes Benehmen auffallend war, ließ ſich doch Iffland Nichts von ſeiner Spannung merken, ſondern lenkte vielmehr ſelber, als wieder eine ſolche Pauſe eintrat, die Unterhaltung auf einen anderen Ge⸗ genſtand, indem er mit vieler Laune ſein Abenteuer auf der Sundhäuſer Brücke erzählte. Mit Vorbedacht ver⸗ ſchwieg er dabei, was er dort dem alten Herrn von dem Zweck ſeiner Reiſe hierher geſagt hatte und fragte ſo⸗ dann ſeinen Nachbar, den freundlichen Kammerregiſtra⸗ tor, ob er wohl den ſonderbaren Mann kenne, der ſich für einen nahen Freund des Herrn Ekhof ausgegeben habe? Aber ſowohl der Kammerregiſtrator, als auch noch Andere der Anweſenden ſchenkten anfangs ſeiner flüchtigen Schilderung von dem Aeußeren des Alten keine nähere Aufmerkſamkeit; ſie ſcherzten bald gleich⸗ falls über den wunderlichen„Brückenheiligen“, wie Iffland ihn nannte, und der Eine rieth auf dieſen, der
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