lungen zu verbergen, ſowie den wechſelnden Eindruck von Freude und Muthloſigkeit, den die verſchiedenen Nachrichten auf ihn machten.
Er hörte, daß Ekhof ſeit ſeiner letzten Krankheit für fremde Perſonen ſchwer zugänglich geworden ſei, be⸗ ſonders ſolchen gegenüber, die ſeine Berühmtheit ver⸗ anlaßte, ihn aufzuſuchen. Dagegen ſei er in ſeinen Berufsgeſchäften als Theater-Prinzipal thätiger als je und biete Alles auf, um aus der Hofbühne von Gotha eine ſeines Namens würdige Muſteranſtalt zu machen, wozu ihm der kunſtſinnige Herzog erſt neuerdings wieder einen namhaften Geldzuſchuß bewilligt habe. Kein körperliches Leiden, kein häusliches Mißgeſchick könne den wackeren Ekhof in dieſem ruhmwürdigen Beſtreben aufhalten, obwohl er zuweilen wegen ſeiner ſtrengen Gewiſſenhaftigkeit in der Directionsführung ſelbſt bei einzelnen Theatermitgliedern auf Widerſtand ſtoße, was ihn hier und da in den Ruf eines einſeitigen Pedanten gebracht habe.
Ueber die Familienverhältniſſe und das häusliche Leben des Künſtlers erhielt der junge Iffland bei dieſer Gelegenheit von den Stammgäſten zwar einige Andeu⸗ tungen, doch wurden dieſe ſo unbeſtimmt und mit ſo großer Zurückhaltung gegeben, daß er unmöglich


