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ich in Seinen Geſichtszügen leſe, nahe zu kommen. Denn geſteh' Er's nur ein, Er will ein Comödiante werden?“
War es abermals die Ueberraſchung bei dieſer wie⸗ derholten, noch wunderbareren Verwandlung der ver⸗ kümmerten Dorfſchulmeiſtergeſtalt in die einer mächtig gebietenden Perſönlichkeit von überlegener geiſtiger Kraft und würdevollem Adel, der junge Wanderer ſtarrte eine Zeitlang den zornigen Herrn ſprachlos an und konnte zuletzt nur mit unſicherer Stimme in ſeiner äußerſten Verwirrung die Worte hervorſtammeln:
„Wenn Sie den großen Ekhof ſo genau kennen, mein Herr, als Sie ſagen, ſo werden Sie auch wiſſen, daß er von jeher der wärmſte Beſchützer junger drama⸗ tiſcher Talente geweſen iſt. Wohlan denn,“ und hier richtete auch er ſich wieder ſicher in die Höhe,„ich werde trotz Ihrer Warnung den großen Künſtler mit Bewil⸗ ligung meiner guten Eltern aufſuchen, die endlich mei⸗ nen flehenden Bitten und den Vorſtellungen kunſtver⸗ ſtändiger Hausfreunde nachgaben und mir, wenn auch mit widerſtrebenden Gefühlen, erlaubt haben, die Ent⸗ ſcheidung des auch von ihnen hochverehrten Mannes anzurufen, ob der mich für hinreichend befähigt erklären wird, um den Meiſterſpruch über den künftigen Jünger


